In Deutschland besitzen elf Millionen gesetzlich Versicherte eine Zahnzusatzversicherung. Aber nur drei Tarife können als "sehr gut" bezeichnet werden. Das ist das Ergebnis der Untersuchung privater Zahnzusatzversicherungen für die aktuelle Ausgabe des Magazins "Finanztest" (12/2008).
Die Gewinner unter den privaten Versicherern bei Zahnersatzleistungen sind die Tarife central.prodent von der Central Krankenversicherung, ZG von der Barmenia und der Tarif flexiZETop + ZB von der CSS.
Die besten mit "gut" bewerteten Angebote sind beispielsweise die Tarife ZE 50 von Debeka oder EZ-EZE der HanseMerkur. Diese gehören auch zu den kostengünstigsten Tarifen. Männer zahlen hier maximal 13 Euro, Frauen höchstens 16 Euro (mit 43 Jahren bei Vertragsabschluss).
Zahnzusatzpolicen decken nur einen Teil der Kosten für medizinisch notwendigen Zahnersatz wie Brücken, Kronen oder Prothesen ab. Einige Privatversicherer übernehmen auch die Kosten für Füllungen, Prophylaxe oder Kieferorthopädie. Allerdings zahlt keine Versicherung für alle anfallenden Kosten beim Zahnersatz. Bei einem schlechten Zustand der Zähne können die Versicherer potentielle Kunden ablehnen.
Die Zusatzpolicen lohnen sich vor allem, wenn Patienten für Zahnersatz einen hohen Eigenanteil zahlen müssen. Wer einen Tarif abschließt, sollte daher vor allem darauf achten, in welcher Höhe und für welche Leistungen sich die Versicherung an den Kosten für Zahnersatz beteiligt.
Gleichzeitig gilt zu beachten, dass für bereits laufende Behandlungen die Police nicht zahlt. Sobald der Zahnarzt dem Patienten mitteilt, dass etwas getan werden muss, gilt die Behandlung als begonnen. Ein danach abgeschlossener Vertrag nützt in diesem Fall nichts mehr.
Zudem gilt bei den meisten Tarifen eine Wartezeit von acht Monaten nach Vertragsbeginn. Erst danach dürfen Kunden das erste Mal Leistungen in Anspruch nehmen. Viele Anbieter haben in den ersten zwei bis sechs Jahren außerdem zusätzliche Begrenzungen für die gesamten Tarifleistungen im Jahr.